
Bernd Lorenz
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Heute habe ich die Band The Devil 'n' Us zu Gast.
"The Devil 'n' Us" …ist eine relativ neue Band, die sich aus altbekannten Gesichtern der Szene zusammensetzt.
Im Mai 2012 fanden sich "Hellvis" (ex-Mad Sin), "Tex Morton" (Kamikaze Queens, Sunny Domestoz), "Joe Tedesco" und "Burnout Bruno" (beide Blue Rockin'), in einem dunklen Keller in Berlin zusammen und begannen "Devil´s Music" zu spielen.
Danke dass Ihr euch Zeit genommen habt.
-Erstmal, eure Musikrichtung ist ja ein Mix aus 50ies - 60ies Rock 'n' Roll und Punkrock sowie Psychobilly, wie kommt man dazu eine Devils-Musik-Band zu gründen?
Wie du zurecht anmerkst, ist unsere Musik ein Stil mix deiner erwähnten Musikrichtungen. Auf einen gemeinsamen Nenner gebracht, sind sie jedoch alle handgemachter Rock´n´Roll. Rock´n´Roll ist ein weites Spektrum mit vielen Facetten, die alle in unsere Musik einfließen. Bei der Wahl der Bezeichnung unseres Stils, war es uns wichtig einen Begriff zu finden, der diese Vielschichtigkeit zulässt und uns nicht in eine bestimmte Schublade einsperrt.
In seiner Entstehung in den 50iger Jahren, wurde der Rock´n´Roll von vielen Radiostationen, welche das Hauptmedium ihrer Zeit darstellen, boykottiert, und die Kirche nahm den Kampf gegen diese Art von Musik auf. Prediger bezeichneten sie als „the Devil´s Music“. Dies griffen wir auf und nach wie vor ist der Rock´n´Roll für mich auch ein Ausdruck für Rebellion und Freiheitsdrang.

-Vor kurzem kam mir euer Album "Devil´s Music" in die Finger, da sind Songs wie Pray, Voodoo Child und Broken Man drauf die mir persönlich sehr gut gefallen aber auch Songs wie "Kriminal Tango" Was ist eure Favorit auf dem Album?
Das Album besteht, bis auf wenige Ausnahmen, aus eigenen Songs, die wir in 3 Sessions aufgenommen haben. Die Songs sind in relativ kurzer Zeit entstanden. Wenn du jeden Einzelnen aus der Band fragen würdest, erhieltest du wahrscheinlich vier unterschiedliche Antworten. Zu meinen persönlichen Favoriten zählt Voodoo Child. Er stammt aus der letzten Aufnahme-Session und klingt meiner Meinung nach am reifsten. Zudem liebe ich Tex Mortons abgedrehtes, psychedelisches Gitarrensolo im Song.

-Gab es andere Bands oder Sänger/innen die euch bei der Gründung beeinflusst haben?
Alle Bandmitglieder sind oder waren in anderen Bands, sowie als Dj´s tätig. Das heißt, dass du dich sehr viel mit Musik auseinandersetzt, sie nimmt einen sehr hohen Stellenwert in unserem Leben ein. Da sind Einflüsse anderer Bands auf unsere Musik, ob nun bewusst oder unterbewusst unvermeidlich. Es gibt jedoch keine spezielle Band, die uns Pate stand und von der wir sagen, so wollen wir klingen. Für uns war es von Anfang an wichtig, einen eigenen Stil zu entwickeln.
-Wenn Ihr einen Song schreibt, woher kommen die Ideen zu den Texten bei euch?
Das ist unterschiedlich. Manchmal ist es so, dass du eine bestimmte Story erzählen möchtest, dann setzt du dich hin und versuchst diese textlich umzusetzen. Häufig schwirren dir aber auch nur Textfragmente oder Schlagworte im Kopf herum, diese schreibe ich dann auf und versuche eine Geschichte um sie herum aufzubauen. Inhaltlich handeln die Texte von Situationen die man erlebt oder beobachtet hat, einige sind reine Fiktion. In den meisten Fällen haben die Songs jedoch eine bestimmte Aussage, der Teufel steckt im Detail.

-Ihr seit ja auch immer wieder auf Live Tour. Habt Ihr einen Track den Ihr am liebsten Live performt und warum diesen?
Grundsätzlich spielen wir auf Konzerten unser komplettes Album, welches durch neue Stücke und Coverversionen ergänzt wird. Einen bestimmten Track kann ich nicht hervorheben. Es ist jedoch immer spannend, neues Material Live auszuprobieren. Am interessantesten finde ich es, dass du Live Songs ineinander überfließen lassen und somit eine neue Wirkung erzielen kannst.
-Gab es mal was Verrücktes oder bizarres was euch Live on Stage passiert ist oder Ihr erlebt habt?
Die krassesten Bühnen Erlebnisse hatte ich während meiner Zeit mit „Mad Sin“. So bekam ich in Prag ein Instrument unseres Bassisten, als dieser ausrutschte zu spüren und musste nach der Show an der Stirn genäht werden. Ein anderes Mal geriet ich mit dem rechten Bein in eine Spalte in der Bühne, steckte dort bis zum Oberschenkel fest und konnte mich erst nach Beendigung des Songs befreien. In Griechenland brach während der Show ein Teil der Bühne weg.
Bei unserem Live-Auftritten mit „The Devil ´n´ Us“, blieben wir von ähnlichen Dingen bisher glücklicherweise verschont. Die wirklich bizarren Dinge, ereignen sich sowieso zumeist neben oder hinter den Kulissen, was z.B. Anreisen, Partys, Veranstalter oder Unterbringungen anbetrifft. Aber hier lasse ich einfach mal Raum für Spekulationen.
-Woran arbeitet Ihr jetzt? Tour, neues Album?
Zunächst ist im Frühjahr die Produktion eines Videos für den Song Voodoo Child geplant. Das Musikvideo wird in Form eines schwarz-weißen Kurzfilms entstehen, für den ich das Drehbuch geschrieben habe. Momentan arbeiten wir an Songs für ein neues Album, was Ende des Jahres erscheinen soll. Es wird auch wieder ein deutschsprachiges Coverstück beinhalten, soviel sei schon einmal verraten. Auf Tour sind wir natürlich dieses Jahr auch wieder, u.a. auf dem Satanic Stomp in Speyer und dem Stomping at Secret Place Vol #5 in Montpellier.
-Was macht Ihr während eurer Freizeit?
Ich bin momentan mit dem Aufbau meines Motorrades, einer BSA A-10, Baujahr ´58, beschäftigt. Da wir dem Feiern nicht abgeneigt sind, tauchen wir gerne mal gemeinsam in das Berliner Nachtleben ein. Dann besuchen wir Shows diverser Bands oder treffen uns einfach auf ein, zwei, drei Bierchen in einer Bar. So sind wir dann auch des Öfteren in unserem Wohnzimmer, dem Wild At Heart anzutreffen.
-Noch eine Message an eure Fans?
An alle die uns bisher nicht kannten, danke für euer Interesse. Besucht uns doch mal auf unseren Shows und unserer Facebook Seite ( https://www.facebook.com/thedevilnus ) Vielen Dank an unsere treuen Fans und Dir Bernd für das Interview. Don’t miss the Devil.
Cheeeers, Hellvis
Vielen Dank The Devil´n´Us und weiterhin viel Erfolg.
